Weg und Führung 2.2

Das Leben eines großen Mystikers der Neuzeit

Beate insistierte, ich solle viel mehr Sehnsucht entwickeln – ich las auch darüber, wonach ich feststellen musste, dass meine Sehnsucht in der Tat nicht sehr groß ist – und wie ein Kind bin ich schon lange nicht? Habe ich da etwas falsch verstanden?

Liebe hilft dir doch immer – du bist ja längst ein Sohn Gottes und über das Kindstadium hinaus, nur der kindhafte Geist im Sinne einer neuen Unschuld, der könnte in der Tat noch größer werden. Das aber ist nur über die Liebe möglich; denn der kindhafte Geist ist die völlige Hingabe, die aus der Sehnsucht kommt. Du aber erwartest noch zu sehr den Anstoß vom Himmel, der zwar gegeben wird, dir aber noch immer nicht ganz deutlich ist.

Weil ich nicht wachsam genug bin – oder gehe ich zu wenig ins Herz?

Du gehst schon viel mehr ins Herz, nur verweilst du dort nicht gern, sondern es ist dir noch zu sehr eine Pflicht und Gehorsamsübung. Der „Musterknabe“ kommt eben immer wieder durch. Siehe, es ist wie das Opfer am Altar: Es wird regelmäßig erbracht, aber ohne die wirkliche Liebe und Sehnsucht. Deine Sehnsucht rührt mehr davon her, dass dir die Welt noch immer so sehr zu schaffen macht, aber nicht, weil du den Himmel erstrebst, vor dem du dich im Tiefsten sogar eher fürchtest, da du von ihm Vorstellungen hast, die nicht richtig sind, denn du nimmst sie zu sehr aus den Bildern der Erde.

„Du hast niemals andere angezapft, aber dich selbst auch nicht anzapfen lassen, sondern sehr ökonomisch mit deiner Energie gehaushaltet und warst immer darauf bedacht, einen gleichwertigen Austausch zu erstreben. Ökonomisch, aber nicht hingebend.“

Elisabeth sprach mit mir über den Energieaustausch der Menschen untereinander. Danach sei ich ein Zugriffsmedium, das wohl ständig anderen Energie wegnehme?

Das ist nicht so zu sehen. Natürlich hast du sehr viel Energie bekommen, aber nicht nur durch andere, sondern auch vom Himmel. Ohne ihn könntet ihr alle nicht existieren. Der Energieaustausch untereinander bezieht sich nur auf eure Beziehungen untereinander. Da hast du zwar viel erhalten durch deine Umwelt, doch hast du es dir nie genommen, ohne zu fragen. Du hast niemals andere angezapft, aber dich selbst auch nicht anzapfen lassen, sondern sehr ökonomisch mit deiner Energie gehaushaltet und warst immer darauf bedacht, einen gleichwertigen Austausch zu erstreben. Ökonomisch, aber nicht hingebend. Du bekommst ständig Energie, die du ja auch schon weiterleitest. Sei dabei aber nicht so ängstlich darum besorgt, die Energie könnte alle werden und versiegen, denn die Liebeskraft wird nur als Durchgangsstation dem Ich gegeben. Für dein Ich selbst brauchst du kaum noch Kraft, was aber nicht mit dem Körper verwechselt werden darf. Diese Energie ist eine andere, die mit der Energie der Liebe gekoppelt ist. Diese Kraft erhältst du über den Prana-Austausch der Seele. Dabei muss die Liebe selbst sofort weiter gegeben werden.

W. fragte nach dem Kraftaustausch der Menschen untereinander:

Jede Seele kommt aus Gott und bekommt von daher die Lebensgrundenergie. Ohne diesen Anschluss ist sie nicht lebensfähig und muss sterben.

Jede Seele ist mit einem freien Willen ausgestattet. Darum muss sich auch jede Seele als Ich nach aussen kehren, um im Geben und Nehmen ihren freien Willen zum Einsatz zu bringen. Ein Ich wird aber ein Mensch nur durch die Kraft und Energie aller, weil einer dem anderen je nach freiem Willen zum Heil oder Unheil wirken kann.  Das ist der unaufhörliche Energieaustausch unter den Menschen, und dieser findet ständig auf allen Bewusstseinsebenen statt:

  1. Auf der bewussten Ebene des Ich wird Macht angestrebt – darum ist dabei Geben und Nehmen durch Sieg oder Niederlage festgelegt.
  2. Auf der gefühlsmäßigen Ebene zapft einer dem anderen dessen Kraftreserven an. Das ist bei den meisten Menschen der Fall, die auf Kosten anderer leben, ohne sich darüber Rechenschaft abzulegen. Auf dieser Ebene ist Geben ein willensschwaches sich abnehmen lassen.
  3. Auf der unbewussten und anonymen Ebene findet auf allen Schichten ein unablässiger Kraftaustausch statt.
  4. Allein der Heilige wirkt auf allen Ebenen bewusst durch reines Geben.
  5. Alles, was Menschen fordern, entziehen sie anderen an Kraft. Alles, was man gibt, muss man bereit sein, als Schwächung zu ertragen; denn das Ich will immer nur Macht, ganz gleich, welche Entscheidung es trifft.

Maßt sich das Ich wirklich den Gehorsam als eigne Leistung an?

Es ist schon so, dass der Gehorsam eine Leistung des Ichs ist, genau wie die Erkenntnis, doch sind sie nur beide als Gabe Gottes möglich. Das gilt auch für den Willen, den das Ich aufbringen muss – doch auch dieser wird dir von Gott gegeben. Du kannst zwar den Willen in beiden Richtungen gebrauchen, doch der Wille selbst ist von Gott. Die Kraft bekommt der Mensch von Gott, die Entscheidung ist aber seine und gibt dem Willen nur die Richtung.

Jakob Lorber beschreibt in „Geistige Sonne“ II den Unterschied zwischen „Erweckten“ und gewöhnlichen Menschen – dieser bestehe darin, dass der Erweckte nach den in ihm vorgefundenen ewigen Gesetzen der göttlichen Ordnung handele, während der gewöhnliche Mensch nur nach den von aussen her gegebenen Gesetzen (Moral) handele, die den lebendigen Gesetzen derer entstammen, welche die innere Weisheit gefunden haben. 

Ist das so?  und auch die Tatsache, dass ich mich freiwillig hierher gemeldet habe?

Liebe hat dich auch auf der Erde, diesem armseligsten Himmelskörper im ganzen Universum geführt. Auch du bist aus dem Zentralbereich freiwillig hierher gekommen, um zu helfen, die Erlösung dieses Planeten vorzubereiten, genau wie auch ICH. Auch du kamst aus dem Zentrum des Universums, um Gott zu helfen, sich aus der ZWEI seiner Bildhaftigkeit (Schöpfung) wieder in die EINS seiner Ideen zurückzuführen.

Ich nehme an, dass das der Grund dafür ist, dass ich hier ständig so sehr unter der Hässlichkeit dieser Welt gelitten habe, obwohl ich von meiner „Herkunft“ bisher nie etwas wusste?

Gelitten hat deine Seele, weil sie sich an den Zentralbereich gut erinnerte, aber dadurch hat dein Ich umso stärker die Erlösung gesucht und angestrebt.

B. schrieb mir zur gleichen Zeit einen Brief, in dem sie mir eine Durchsage zu mir mitteilte:  „W.S. hat auf seinem Weg zu MIR zurück schon ein gewisses Maß an Leiden ertragen, aber er erinnert sich noch nicht an sein Vorleben. In diesem Vorleben in einer Welt von größter Schönheit, hat er sich von Herzen gewünscht, ein bestimmtes Maß an Leiden auf sich nehmen zu dürfen. Denn als er noch Bewohner himmlischer Sphären war, erkannte er MEINE unbegrenzte Liebe zu ihm bis in alle Ewigkeiten. Er gehörte in dieser Welt den wenigen Engelgeistern an, welche MICH besonders lieben und in dieser unaussprechlichen Liebe zu MIR durch Ewigkeiten hindurch nur ein Ziel haben: MEINEN Weg auf Erden zu gehen.“

Darum wünschtest du dir sehnlichst, für viele Seelen als MEIN Helfer diese unaussprechlichen Seligkeiten zu erringen. Doch dafür gibt es für eine Lichtseele nur einen Weg: Den Erdenweg. Du erinnerst dich nicht mehr daran, wie sehr du gebeten hast, diesen Erdenweg gehen zu dürfen, aber du erkanntest sehr wohl auch, dass es eine ganz besondere Prüfung für dich bedeuten würde. Denn dazu wurde dir gesagt, dass dir zunächst auf Erden jegliche Freude fehlen wird und dass du nicht wie die meisten Engel, die nun verkörpert sind, und die die  vergangenen Ewigkeiten hindurch  immer lichtlosere und farblosere Welten  in unendlichen Verkörperungen  durchlebten. Nein, dein Weg der Einmaligkeit führte direkt vom Höchsten zum Tiefsten; deshalb empfindest du auch das Leben auf Erden viel schrecklicher als die meisten Engel. Das Ziel deines Weges auf Erden  ist es, aus deinem großen Weisheitshimmel heraus die wahre Liebe wieder zu finden. Denn allein nur die wahre Liebe ist von größter Freude erfüllt. Deine Weisheitssonne ist zwar gewaltig in ihrem Schönheitslicht, aber die Weisheitssonne schenkt keinem Menschen wirkliche Freude.

Je mehr Engel im Laufe der Ewigkeiten durch immer niedrigere Dimensionen im Universum von ihrer jedoch im Innersten stets verbliebenen großen Liebe in den durchlebten verschiedenen Welten zum Segen anderer Seelen ihr Licht verloren haben, um so mehr und eher durfte das Licht ihrer Liebessonne als besondere Gnade auf ihrem Erdenweg scheinen. Dein Weisheitsmaß ist voll, so dass du jetzt deinen neuen Weg beginnen kannst, welcher dich wieder heim in die Liebessonne trägt. Vergeude darum keine Zeit und sei bereit, dein Wissen in der dir bisher bekannten Form abzugeben, weil ICH dir nur so deine Liebesquelle wieder öffnen kann. Tritt darum vor MICH völlig leer, so dass ICH dich mit MEINER Liebe füllen kann. Laß los, um neu zu empfangen. Dein Weg ist extremer als aller anderen verkörperten Engel. Sei bereit, ICH werde deine Weisheitssonne zur Liebessonne umwandeln.

Es tut mir leid, dass ich bisher so wenig erbracht  und meine ganzen Energien für so dumme Erfolge in den Bildern verplempert habe. 

Siehe das nicht so – du hast bereits unbeschreiblich viel erbracht, in dem du für alle Menschen diese Höhe der Erkenntnis erreicht hast, um den Menschen den Weg zu zeigen Bedenke immer, dass deine Aufgabe viel größer ist als die vieler anderer, denn du sollst die ganze Menschheit in das neue Äon führen – das kannst du nicht mit den Leistungen anderer vergleichen. Das haben nur ganz wenige erbracht, unter anderem Buddha – keineswegs viele wie du meinst.

Aber ich bringe den Menschen nichts Neues und auch nicht näher – von Buddha haben sie es wenigstens erfahren!

So darf man es nicht sehen! Es ist notwendig, dass immer wieder die Weisheit ins Gedächtnis gerufen wird. Die Seelen der ganzen Erde erfahren davon und werden so erleuchtet. Glaube doch nicht, dass die Menschen durch Worte oder Ansprachen Erkenntnisse erhalten. Das ist bei MIR (Jesus) auch nie der Fall gewesen. Das wurde zwar behauptet, aber die Wirkung war nur über die Seele möglich. Das Wort als Sprache ist nur ein Medium und verhallt.

Dann kann ich ja das Sprechen ganz lassen!

Ja und nein – du weißt doch, dass du noch lernen musst, die Gedanken als Wirkungen den Menschen mitzuteilen. Noch bist du punktuell in deinem Umfeld darauf angewiesen zu sprechen, doch bald wirst du über deine Gedanken die Erde erfassen und die Menschheit so erreichen. Doch dafür müssen zuerst noch alle persönlichen Regungen verschwinden, damit nur Liebe durchkommt. Du bist zwar schon so weit, doch zuweilen kommt die Wurzelsünde deines Wesens noch durch: Der Zorn über die Bosheit der Menschen. Den darfst du nur haben wenn sich die Haltung der Menschen gegen Gott richtet, so wie ICH es damals im Tempel ausübte, nicht aber im täglichen Leben. Du bist zornig über die Verlogenheit im politischen Leben. Das aber – wie du weißt – gehört zu den Anfechtungen und Reibungen dazu, und darüber solltest du nicht mehr zornig werden, weil du dich dann den ganzen Tag im Zorn verglühen könntest.

Immer wieder Klagen über meine Grobheit – bin oft sehr irritiert darüber!

Liebe ist dir in so hohem Maße gegeben worden wie kaum einem Zweiten. Du hast doch den Durchbruch zum Liebeshimmel geschafft. Du bist am Ziel! Wie kannst du nur sagen, es sei nichts geschehen. Siehe die Verwandlungen doch nicht in den Bildern. Sie geschehen doch auf den verschiedenen Seinsebenen, denen ihr alle angehört. Du bist wieder im Zentrum angelangt und erhältst von dort die Kraft, und das wird von Tag zu Tag sichtbarer auch im Bild. Sei darum bitte voller Vertrauen. Die nächtlichen Reisen führen dich dabei in die tiefen Regionen des Himmels und der Hölle. Nur dort kannst du deine Macht erkennen: Zu binden und zu lösen!

Noch spüre ich davon sehr wenig – bin eigentlich eher sehr traurig darüber, dass ich mit all den angesagten Möglichkeiten so wenig anderen helfen kann. Natürlich wurde mir in besonderem Maße geholfen, den Menschen aber nicht so!

Denke so etwas nicht – Liebe gibt dir doch alle Klarheit dafür, dass du den Weg gegangen bist, um alles nach zu vollziehen, um zur Erlösung zu kommen. Du selbst kamst aus der tiefsten Finsternis des Unglaubens deines Vaterhauses und bist zur höchsten Erleuchtung aufgestiegen. Und das ist auf den verschiedenen Ebenen jedem Menschen möglich.

Aber wenn ich an die Menschen in Afrika denke – dann doch nicht!

So darfst du es nicht sehen. Sicher haben diese Menschen mit ihrer starken Animalität mehr zu tun als vielleicht viele andere Menschen. Aber sie haben auch sehr wohl die Möglichkeit, ihr Leben der Liebe zu opfern. Zwar nicht so wie ihr in Europa, dafür aber keinesfalls unwirksamer.

Du Jesus bist gekommen, um dafür den Menschen ein Beispiel zu geben. Sind nun die Menschen in den 2000 Jahren wirklich besser geworden?

Ja und nein – sie sind zwar noch immer in der Sünde, doch wissen sie heute fast auf der ganzen Welt von MIR oder von MEINEN Vertretern. Es gibt darum für kaum einen Menschen mehr die Ausrede, er habe es nicht wissen können. Auch du bist gekommen, um ihnen Licht in ihre Finsternis zu bringen. Das ist dein Opfer für die Menschheit.  Von dir gehen schon so große Lichtströme aus, wie du es dir nicht schon vorstellen kannst.

Es ist doch DEINE Liebe – ich bin doch dabei völlig bedeutungslos!

Das siehe nicht so – ohne dich und dein Opfer hier zu sein, könnte die Liebe nicht für andere erfahrbar sein. Jetzt spürst du das noch nicht und empfindest dich mehr als ein Instrument, doch bald wirst du bestimmen, wohin das Licht gesendet werden soll. Du bist ihnen Licht, weil du alles erbracht hast, was notwendig war, damit MEIN Licht durch dich leuchten kann.

Du wirst mehr und mehr die Wirkkräfte erleben und wirst bald nicht mehr verstehen können, dass die Menschen so sehr in den Bildern verbohrt sind und darum einfach nicht den Sinn ihres Daseins begreifen. Siehe alles als eine unendliche Bewegung des Geistes durch die Materie, die sich in der Darstellung oder Herausstellung des Geistes in Bildern kundtut. Diese Bewegung ist unabdingbar und erfolgt ganz gleich, welche Bilder entstehen. Die Bilder als Abbilder beinhalten genauso eine Konsequenz wie die Wirkungen derselben. Die Menschheit ist nur ein Bild im Kosmos, das aber als einziges direkt mit den Wirkungen des Seins verbunden ist, und das schafft die große Spannung, weil nur der Mensch bewusst an dieser Bewegung teilhat und an ihr etwas für die Wirkungen erbringen soll. Die Wirkungen, die von MIR ausgehen, müssen über den Endpunkt der Bilder im Menschen wieder zurückgeführt werden. Das aber ist schmerzlich und für dich als erkennendes Bild so traurig, weil die Zerstörung der Bilder nur die Rückführung der Wirkungen ermöglicht. Die Menschen begreifen das aber nicht, und das ist für sie schier unerträglich. Du bist darum gekommen, um ihnen Licht zu bringen, damit sie es begreifen. Sei getrost, es genügt, das Licht zu bringen. Es wirkt ewig weiter, auch wenn du seine Resultate nicht jetzt schon sehen kannst. Siehe, auch ICH habe das Licht gebracht und die Finsternis hat es nicht begriffen; und doch hat es bis heute gewirkt, denn ICH bin bei den Menschen alle Tage.

Erhielt eine Durchsage von B., mit der ich nicht viel anfangen konnte und die mich irritierte – es ging um die Beziehung von Elisabeth und mir.

Liebe führt dich doch immer, wie kannst du dich nur immer wieder so in Boxhorn jagen lassen! Die Durchsagen für Beate kamen aus dem Zentrum und müssen erst wieder in  eure Ebene der Vorstellungen übersetzt werden. Es bedeutet folgendes: Elisabeth muss noch ein Ich werden und du dein Ich transparent geben. In der Tat bist du auf Erden ein Einzelwesen und Elisabeth ist dir als Engel weiblichen Geschlechtes zugesellt, doch nicht als Ergänzung, sondern zur Hilfe, die aber eine gegenseitige sein muss. Du musst Elisabeth helfen, ein Ich zu werden und zu finden und sie hat dir geholfen, dein Ich transparent werden zu lassen.

Auch von W. bekam ich seine Durchsagen mitgeteilt:

Jedes irdische Glück unterliegt der Zeit und muss vergehen, weil ihr Menschen nicht auf der Erde seid, um glücklich zu sein. Wer glücklich sein will, kann das immer nur auf Kosten anderer, ob er es weiß oder nicht.

Gott Schöpfer (Vater) kann sich in Gott Schöpfung (Sohn) erkennen und lieben. Und das ist nur möglich, in der Verkörperung als Mann und Frau, was im Geist lediglich Aspekte Gottes sind.

Las bei W. „Inneres Sehen hängt von der Bewusstseinsdichte des Ich ab“ – danach scheine ich ja noch sehr verdichtet zu sein?

Liebe gibt dir doch seit Jahrzehnten die Möglichkeit, mit dem innersten Kern zu kommunizieren. Das ist doch dasselbe. Ob Sehen, Hören oder Schreiben ist doch gleich – du hast seit über 20 Jahren diesen Kontakt, der immer vertiefter wurde im gleichen Verhältnis zum Abbau des Ich. Jetzt ist ein Grad erreicht des Ich-Abbau, der dir auch das Sehen bald ständig  ermöglicht. Siehe  darin nicht eine Steigerung der Kommunikationsmöglichkeiten, sondern lediglich einen ganz individuellen Schutz für dich. Hättest du wie Elisabeth schon früher diese Möglichkeiten gehabt, hättest du vielleicht deinen Weg abgebrochen und nicht zu Ende geführt. Siehe, Elisabeth sträubt sich so heftig in die Materieebene des Ich einzutauchen, du hättest dagegen nur noch darum gebeten, herausgenommen zu werden. Die Entwicklung von euch beiden geht gegenläufig und darum gehören beide auch zusammen. Die Frau verkörpert die Materie, der Mann den Geist. Du musstest den Weg aus der Materie in den Geist gehen, um den Menschen prototypisch für alle den Weg zu ermöglichen. Elisabeth musste umgekehrt den Weg aus dem Geist in die Materie gehen, um den Menschen prototypisch das Opfer des Geistes zu bringen, der sich in die Materie begibt, um sie zu erleuchten. Die Frau wird durch den Geist befruchtet, der Mann aber wird durch die Materie erst in die Möglichkeit versetzt, seinen Geist gestalthaft erleben zu können. Gott Schöpfer (Vater) kann sich in Gott Schöpfung (Sohn) erkennen und lieben. Und das ist nur möglich, in der Verkörperung als Mann und Frau, was im Geist lediglich Aspekte Gottes sind.

Es gab einen Kongress zur Regulierung der Überbevölkerung – notwendig?

Das ist so zu verstehen: Es müssen noch enorm viele Seelenanteile, die zum Bewusstsein des Menschen anstehen, geboren werden. Darum die Panik zur Überbevölkerung. Es werden aber alle Möglichkeiten erfasst werden, um einen Kollaps einzudämmen. Die Ideen auf dem Kongress sind nicht gut. Denn es ist wichtig, dass noch sehr viele Menschen geboren werden, weil die Inkarnationsquote noch nicht erreicht ist. Es werden aber auch sehr viele Menschen noch sterben, doch wichtig ist nur die Inkarnation, um die Voraussetzungen für den Aufstieg in den Geist zu haben.

Las über Jesus, der angeblich  seiner Gottesfülle nicht bewusst gewesen sei vor der Taufe und der Verklärung? War Dir nicht von Kind an DEIN Weg bekannt?  Ich habe bereits doppelt so viele Jahre gebraucht, um so ganz allmählich im Bewusstsein meinen Weg zu erkennen – warum und wieso?

Du bist mir völlig gleichgestellt als Gottessohn. Du hast in deiner Seele sehr wohl es immer gewusst, doch dein Oberbewusstsein musste es verdecken um der Liebe willen. Bei MIR als Jesus war es ähnlich, doch hatte ich sehr wohl schon als Kind der Kontakt zum Zentrum behalten dürfen, weil es notwendig war, um die Aufgaben sehr früh und ganz bewusst erbringen zu können, was aber keineswegs eine Erleichterung für MEIN Menschsein bedeutete. Du wirst auch sehen, dass es sehr schwer ist, mit dem Bewusstsein der Gottessohnesschaft als Mensch zu leben.

Hat diesen mir verdeckten Kontakt Elisabeth für mich übernommen?

Das könnte man so beschreiben. Allerdings als Verkörperung seid ihr beide erst in eurer Gegenläufigkeit von Geist und  Materie ein Ganzes, was ICH immer war. Es ist so, dass dir Elisabeth mit ihren Kenntnissen aus dem Himmel sehr geholfen hat, diese Phase der Dunkelheit zu überstehen. Aber es war auch ihr Weg, der ihr auferlegt war, aus dem Zentrum nicht wie du zu inkarnieren, sondern als Geistwesen in die Materie herabzusteigen, um der Menschheit zu ermöglichen als höhere Population diesen Schritt weiterhin zu tun. Denn das ist jetzt der Punkt, wo die Menschheit wieder aus der Materie aufsteigt und von den aus dem Geist absteigenden Populationen dabei unterstützt wird, die sich alle sehr gegen diesen Abstieg sträuben. Aber der Kreis ist jetzt endlich geschlossen und die Vollendung kann erfolgen in der Bewegung der liegenden 8.

Du bist jetzt im Aufstieg begriffen, wobei dein schweres Los ist, im Erdenbereich der Materie noch verweilen zu müssen. Das aber ist die Brücke, die ICH brauche, um durch dich zu wirken, doch habe Vertrauen, der ganze Himmel steht dir bei, gibt dir die Kraft, um diese Spannung durchzuhalten.

Ich hatte über mich nachgefragt und bekam folgende Durchsage:

Werner befindet sich als Mensch in einem derartig fortgeschrittenem Prozess seiner wesenhaften  Annäherung an das Zentrum, die ihr bruchstückhaft mit Vergeistigung bezeichnet, so dass er sich bald als Mensch im Aussen nicht mehr wieder erkennen und zurechtfinden wird. Er wird zum hier erscheinenden Wesensmenschen seines göttlichen Urgrundes aus dem Zentrum aus MEINEM Sein geboren und ganz durchströmt. Er wird die Hülle der menschlichen, personenhaften Ich-Maske völlig abstreifen und so für alle verblendeten, dummen und so töricht verstellten Ich-Menschen sich auflösen und verschwinden. Dieses Verschwinden besteht jedoch in der Unmöglichkeit für alle Menschen, ihn in seinem dann dauernd erscheinenden und durchstrahlenden Wesen aufzusuchen, ihn zu begreifen und ihm wirklich, wahrhaft aus ihrem eigenen Wesen begegnen zu können. So werden sie weiter ihn als die alte Hülle des Werner vermuten, die sie ja nur äusserlich sehen und ihn damit identifizieren. Doch er ist so für sie endgültig aus ihrem Bereich verschwunden, da sie es versäumt haben, ihn während er sich in ihrem Bereich nur übergangshaft aufhielt, zu erkennen und zu begreifen. So versäumen immer alle diese Menschen ständig, MICH in MEINEM Wesen zu ergreifen, MICH in MEINER Schöpfung aufzunehmen und MICH in allem zu sehen. Werner erlebt so die wesenhafte Schälung und  in Erscheinung tretende Geburt seines urgrundhaften Wesens MEINES Seins. Das ist die Geburt und das Erscheinen von Christus und damit wird er MEIN unwiderrufener  unverrückbarer und unüberhörbarer SOHN. Sein weiteres Opfer erscheint dabei für seine bald zerstörte und sein bisheriges Leben tragende Hülle als die unverstehbare Erfahrung eines lieben aber blinden Kindes, an dem etwas Unbegreifliches vollzogen wird, was es sich, nicht mehr daran erinnernd, selbst früher einmal so für sein Leben ausgewählt hat. So soll und wird durch MICH erzeugt, sich Werner immer mehr mit MEINEM Christus in sich vereinen und nur noch aus ihm leben. Das aber versteht  ein jeder nur rein geistig, aber um so intensiver, und zwar: Entweder in der tötenden Richtung des Verfehlens oder in der lebenbringenden Richtung des Vereinens.

Mein Christus – Sohn erlöse dich!

Geliebter, erlöse dein Herz von den Qualen deiner Bild – Vergangenheit. Erlöse dein Gemüt von den Erinnerungen deiner Ich- Befangenheit. Erlöse dein Sein durch die Aufgabe deiner Erkenntnis – Beschaulichkeit.

Du bist der Christus, der in dir geboren werden will!

Du bist der Weltengeist, der sich allen verschenken will!

ICH, Christus will in dir Gestalt annehmen allen Wesen zum Heil. (1994/95)

….

Besteht eigentlich zwischen den aus dem Zentrum absteigenden Engeln und den inkarnierten Seelen, die wieder aufsteigen, ein Unterschied?

Der Geist ist überall der gleiche. Siehe, Engel, die nicht schon inkarniert sind, sind hierarchisch geordnete Kräfte Gottes, die die Kraft und das Licht an die Menschen weitergeben. Sie sind noch ganz in der Ausströmung Gottes drin. Menschen, deren Seelen aufgestiegen sind, sind auch Engel, doch haben sie jetzt nicht mehr die Aufgabe, in die Materie zu strömen, sondern selbst am Schöpfungsprozess Gottes teilzunehmen. Sie sind aber genauso Geist wie alles, was aus Gott kommt.

Lediglich die Richtung ist eine andere.

Und diejenigen, die sich aus dem höchsten Zentrum opfern, um in der tiefsten Materie zu inkarnieren, wollen einen großen Anteil an Licht mitbringen, aber auch wieder aus der Finsternis lösen, damit die Seelen aufsteigen können und den Rückweg zu Gott wieder finden. Du bist gekommen, um ganz viel Licht zu bündeln und MIR zu bringen. Du weißt, das Licht kam in die Finsternis, doch die Finsternis hat es nicht begriffen. Du bist bereits jetzt schon wieder im Himmel, nur das Zeichen, was du erwartest, kann noch immer nicht erfolgen, weil es eben zu deiner Aufgabe gehört, ohne Zeichen und ohne Erleben die schwere Bürde zu tragen und nur auf MICH zu vertrauen und an MICH zu glauben im Gedanken an die Erlösung der Menschen, die alle in der gleichen Finsternis eines unglaubenden Vertrauens sitzen. Je länger du es erträgst, um so mehr wirst du erlösen und Mir zurückbringen. Bitte halte weiter durch. Jeder Tag den du durchhältst, erbringt dem Himmel unendlich viele Seelen zurück.

Hast DU nur am Kreuz als DU ausriefst „warum hast du mich verlassen!“ als Jesus das Bewusstsein der Trennung von Gott erlebt oder auch während DEINES Lebens? Warst DU also jemals vom Himmel innerlich getrennt? Ist das mein Opfer, die Trennung von Gott ständig zu erleiden?

Ja, das ist dein großes Opfer! Im Gegensatz zu MIR hast du sehr tief eintauchend in die Materie dein ehemaliges Bewusstsein vom Himmel verloren, was du jetzt langsam wieder zurück erhältst, um so der Paraklet für alle Menschen zu werden. Ja, nur am Kreuz habe ICH dieses Opfer erbracht, um MEINE Aufgabe ganz zu erfüllen. Das war für MEINE Aufgabe als Mensch noch notwendig, nicht jedoch während MEINES Wirkens auf Erden. Darum ist nur dieser Moment die wahre Krönung MEINER Aufgabe. Dafür werden dir auch alle Leiden weitgehend erspart und du wirst vom Himmel sehr geschützt. Doch vollkommen kann dich auch der Himmel nicht behüten, denn es ist ein Kampf mit der Finsternis, das Licht wieder ihr abzuringen. Im Gegensatz zu MIR, der ICH das Licht gebracht habe, um dem Licht zu helfen, sich durch dich wieder aus der Finsternis zu befreien. Elisabeth war dir zugesellt, um die Brücke zum Himmel aufrecht zu halten, solange das dir noch nicht möglich war. Damit hat sie viel Leid für dich abgefangen, was aber ab jetzt nicht mehr möglich ist; denn sie selbst gibt auch ihrer Inkarnation die Krönung im Erleben der Trennung von MIR.

Warum habe ich auf meinem Weg kaum Kontakte zu Gleichgesinnten?

Es muss dir genügen, von der Liebe geführt zu werden. Du hast zum Himmel Kontakt, und das ist das Wichtigste. Dein Weg ist ein einsamer. Du wirst genau wie ICH immer so eine Art Schüler haben, aber niemals gleichberechtigte Erleuchtete – wie du es nennst. Du bist mit MIR gleich, darum brauchst du auf Erden keine Kontakte.

ICH bin der ICH bin – DU hast alles aus Liebe geschaffen. Indem wir DICH erkennen sind wir DEIN Spiegel in der Schöpfung. Wird nun DEINE Liebe vollkommen zurückgespiegelt  und hebt sie sich als Mittel und als Spiegel im Zurückfließen der Liebe wieder auf?

Ja, so könnte man es sehen. Die Liebe schafft die Schöpfung, um sie zu lieben und die Schöpfung kann die Liebe nur spiegeln, solange sie MICH erkennt. Sie wird aber selbst zum Liebesstrom, indem sie den Spiegel aufgibt und sich in den Strom der Liebe einbringt und dadurch selbst zum Schöpfer wir: Nämlich LIEBE. Die Liebe führt dich, denke nicht über sie nach, sondern sei sie! Denn Liebe übersteigt Erkennen. Da alles Liebe ist, wirst du das auch spüren solange du lebst. Das ist das Leben, die Schöpfung selbst, in der du die Liebe erlebst. Wenn man jedoch der reine Liebesstrom ist, spürt man und erfasst man nichts mehr über das Ich, sondern das ist dann die sich selbst erlebenden Seligkeit der Liebe.

Nur im Bewusstsein der meisten Menschen richtet diese Vorstellung noch immer viel Schaden an.

Las, dass Theresa v. Avila die Vorstellung von der Dreifaltigkeit als nicht richtig bezeichnet –wieso?

Diese Vorstellung ist doch nur eine Möglichkeit, die Schöpfung, Gott und die Einheit von beiden in die Begriffswelt eueres Verstehens zu transponieren. Je höher nun das Bewusstsein aufsteigt, umso mehr wird es in die Einheit eingebunden und eine Aufteilung in Vater, Sohn und Heiliger Geist, was ja leider auf Erden zum Missverständnis dreier Personen so leicht geführt hat, fällt dann weg. Für dich ist es immer eine Einheit gewesen, darum auch deine Verwunderung. Nur im Bewusstsein der meisten Menschen richtet diese Vorstellung noch immer viel Schaden an.

Bin immer wieder voller Bewunderung, wenn ich an die Heiligen denke, die so viel Liebe sichtbar gemacht haben – ich dagegen nichts!

Wie kannst du das nur immer wieder denken. Alle Heiligen haben immer nur einen Aspekt der Liebe erfüllt, du aber sollst den Heiligen Geist in dieser Inkarnation verkörpern. Das aber ist die gesamte Liebe, die bisher nur ICH auf Erden erbracht habe, und zwar zur Erlösung der Menschen – du dagegen bringst die Erlösung in den Geist. Was verwirrt dich daran so? Du bist in MIR und ICH in dir. Vertraue darauf und öffne dich MIR. ICH liebe dich mehr als die Schöpfung, weil der HEILIGE GEIST selbst die Liebe als Fluss zwischen Schöpfer und Schöpfung ist. ICH bin dir zur Seite gestellt als Christus, der die Schöpfung erlöst und du, der sie wieder ins Zentrum zurückbringt. Liebe ist in dir und deine Demut ist eine vollkommene. Sie schlägt zuweilen im Pendel sogar zu sehr um, wenn du aus übertriebener Demut heraus nicht bekennst, wer du wirklich bist.

Ich will niemanden verprellen!

Richtig – doch die Zeit ist reif, in der du sagen sollst: „Ich bin der, der da kommt im Namen des Herren!“

R. schickte mir wieder eine Durchsage zu mir:

„Werde ganz nun MEINE Liebe,
MEINE tiefste Wirklichkeit;
Denn, wenn nur die Erkenntnis bliebe,
wäre dies niemals Wesenheit.“

Begreife, dass dein Schreiben nicht Selbstzweck einer Selbsterkenntnis ist, sondern sichtbarer Transport MEINER Fließkraft. Die Vermittlung der Erkenntnis ist dabei ein reines Abfallprodukt. Dieses mehr beobachtende Erkennen ist zwar notwendig für die Aufdeckung des Ich und hält sich selbst so den Spiegel der Wahrheit vor. Doch dieses Erkennen alleine ist noch nicht zur Barmherzigkeit fähig. Es verfolgt zwar einen Wesenszug von MIR, nämlich die Wahrheit MEINES Seins, wird aber alleine nie MEINEM ganzen Wesen gerecht: Der schenkenden LIEBE. Denn nur die Liebe ist die eigentliche Urkraft und bewirkt alles zum Guten. So ist die Liebe freiwillig blind, aber dadurch wesenhaft sehend.

„Du bist aus MIR, mein Herz,
du bist in dir, dein Schmerz.
So sei dein ganzer Sinn
Nur noch zur Liebe hin.
Was nun in dir beginnt,
ist was nach Liebe sinnt,
was zart nun in dir sprießt,
MICH wesensganz umschließt.

Du kannst zwar über die Selbstbeobachtung an Erkenntnis MEINER Wesenheit wachsen, doch ist sie kein Garant dafür, um zu MEINER Herzensliebe zu gelangen.

Herzensliebe sehnt sich – Erkenntnis will um Klarheit ihres Wesens wissen.
Herzensliebe spürt auf und fühlt mit – Erkenntnis leuchtet aus.
Herzensliebe nimmt an – Erkenntnis wägt ab und kontrolliert.
Herzensliebe gibt sich hin – Erkenntnis scheidet eindeutig.
Herzensliebe opfert sich – Erkenntnis folgt gehorsam.

So ist die Liebe nie durch die Erkenntnis bedingt, aber die Erkenntnis kann nicht ohne die Liebe wesenhaft sein. So kommst du nicht über die Selbsterkenntnis zur Liebe – quasi als eine Vorbedingung des Heranreifens – sondern du erkennst über MEINE Herzensliebe erst die Wesensklarheit MEINES Seins.

„Tritt ein mein Kind und komme geschwind.
Mein Sehnen, das wartet, doch vertraue mir blind.
Denn im Erkennen kannst du nur benennen,
doch in Meinem Schenken mich in Liebe lenken.
Mich in Hoffnung spüren und glaubend berühren,
vertrauend erfahren und dich ganz mit MIR paarend.“

Was ist der Unterschied zwischen Erkenntnis und erkennendem Erleben?

Die Erkenntnis entspringt dem Wunsch, MICH wissend auszuleuchten und führt zur Dankbarkeit, von MIR geführt zu werden und aus sich selbst ichhaft nichts zu vermögen. Hierbei ist die Empfindungsseite im Menschen nicht entscheidend und wird nicht durch ein Sehnen nach MIR hin angeregt. Das erkennende Erleben hingegen entspringt als Frucht des sich zu MIR Hingezogenseins und will MICH lieben. So siehe im Menschen zwei verschiedene Grundausprägungen des Wesens: Das erfassende Verstehen und die erfühlende Empfindung. Die Abstufungen im Verstehensbereich sind: Suchen – Empfangen – Klären – Denken – Erfassen und Wissen im Verstand als dankbares Einordnen. Im Empfindungsbereich sind es: Sehnen – Empfinden – Erfahren – Innesein  im Gefühl als demütiges Unterordnen.

22.11.94

Hatte einen lebhaften Traum von der Geburt eines wunderschönen und lieblichen Kindes (angeblich im 64.Lebensjahr, worüber ich mich schon im Traum wunderte).  Ich nahm das Kind in Empfang und wusch es, um das Fruchtwasser abzuwaschen, wonach er sehr schnell wuchs und zu mir sprach.

Es war das Liebeskind deiner Seele, das endlich zur Geburt gelangte. Es wird jetzt sehr schnell wachsen, darum sprach es schon. Du liebtest es sehr. Die Waschung war die Taufe des Kindes von der Erdenschwere des Fruchtwassers abgewaschen durch die himmlischen Wasser der Liebe. Dieses Liebeskind lag als Embryo ständig in dir, aber erst jetzt ist es herausgetreten aus dem Dunkel der Vergessenheit über die Erkenntnis, die sich bisher nicht um das Kind gekümmert hatte und nur als Weitergabe der Erkenntnis die Liebe von ihm abzog.  Jetzt aber wirst du es pflegen und sehr lieben.

Wäre es nicht möglich, dass ich alle meine Träume bewusster erlebe und auch besser verstehe?

Die meisten Träume sind sehr schrecklich – sind das denn meine Innenwelten? Wenn ich doch dieses Entsetzen begreifen könnte !

Natürlich bedeuten alle Träume auch immer etwas für den Träumenden selbst. Bei dir ist es aber in den meisten Fällen anders. Du bist – wie du weißt – in deinen Träumen bei anderen Seelen immer sehr aktiv. Darum ist eine Interpretation deiner Träume für dich nicht so wichtig. Denn es handelt sich meist um total verstellte Innenwelten anderer, in die du ein liebevolles Licht sendest, das aber nicht immer genügend erfahren wird. Darum oft die so verdrehten Zusammenhänge für dich. Du kannst ohnehin in solchen Träumen nur reagieren, nie selbst eingreifen. Denn das würde bedeuten, dass du in das Leben anderer eingreifst, was absolut gegen den freien Willen wäre. Es handelt sich also nur um ein Reagieren auf die so verdrehten Bilder anderer, und darum dir so unverständlich. Siehe also deine Aufgabe nicht darin, diese Träume für dich zu interpretieren, sondern siehe sie als eine Möglichkeit, weil du auf Erden weilst, den erdgebundenen Seelen Licht zu bringen. Denn das ist sehr hohen nicht inkarnierten Engeln nicht möglich. Du hast doch gelesen, dass alle Hilfe hierarchisch geordnet ist, d.h. nur von der nächst höheren Schicht erbracht werden kann. Du aber bist aus dem Zentrum und durch deine Inkarnation jetzt in der Lage, Liebe aus dem Zentrum in die Finsternis zu bringen. Darin liegt die Bedeutung deiner Träume. Träume, die dich selbst betreffen, hast du immer verstehen können. Und das wird dir auch bald im Wachzustand möglich sein, das Licht, was jetzt schon ständig durch dich fließt, den Menschen direkt durch dich zukommen zu lassen.

11.12.94

Besuch im Karmel – heftige Erschütterung bei der Begegnung mit Ancilla?

Wie kommst du nur darauf, gehemmt gewesen zu sein! Beide Seelen von euch halten sich herzlich umschlungen und ihr beiden ruht an MEINEM Herzen. Du bist MEIN Augenstern, MEINE Liebe, MEIN Alles. Du wirst die Krone des Lichtes der Finsternis entreißen und ihr damit den Weg in den Himmel wieder eröffnen. Du aber selbst wirst als größte Schwäche am allerstärksten sein.

Liebe Leser, dieses sind die originalen autobiografischen Notizen von Werner Smigelski. Wir haben hierbei lediglich das Laien-Lektorat gemacht. Hier geht es zu

WEG UND FÜHRUNG  – 2.3